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| Projektbeispiel: Bad Brückenau |
Kompetent und Kommunal
Bad Brückenau über ihre Erfahrung mit der GIS-Software Kominfo
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Der Weg von der Idee ein kommunales
Auskunftssystem einzuführen bis hin zur Umsetzung war nicht
einfach, hat sich aber gelohnt. Der in der Bauverwaltung
tätige Willi Scheller gewährt Einblick in seine Erfahrungen
im Umgang mit Kominfo.
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Vom Königsbad zur Wellnessoase
| Bereits
1818 wusste der Bayernkönig Ludwig I. die Wirkung der heilsamen
Quellen sowie die Üppigkeit der Natur um Bad Brückenau zu
schätzen. Dank Schutz durch das Biosphärenreservat Rhön
haben die weitläufigen Wälder und sanften Hügel bis
heute nichts an Ihrer Schönheit eingebüßt. Zudem
garantieren kontinuierliche Luft- und Wasserprüfungen die
Kurqualität des seit 1970 urkundlich bestätigten bayerischen
Staatsbades. Die 7 000 Einwohner Gemeinde locke gerade durch ihre Lage „mitten
in Deutschland“ zahlreiche Touristen an, die „auf der
Durchreise einfach mal anhalten wollen“, so Scheller. Neben der
intakten Natur lässt ein reichhaltiges Angebot aus Wellness,
Kultur und Gewerbe keine Langeweile aufkommen. | Außen Natur, innen High Tech
| Trotz der Ursprünglichkeit
des Umlandes setzt Bad Brückenau gerade in der Bauverwaltung und
Kämmerei mit der kommunalen GIS-Software Kominfo auf modernste
Technologie. Welche Hürden erklommen werden mussten, um ein
digitales Auskunftssystem für sämtliche ALK und ALB Daten
einzuführen, erläutert uns Herr Willi Scheller, seines
Zeichens in der Bauverwaltung tätig und Systemadministrator
für Kominfo. „Mit Hammer und Meisel zu arbeiten war auch mal
schön“, lacht Scheller, dennoch konnte sich die
Stadtverwaltung um das Jahr 2000 nicht mehr davor verschließen,
dass die Anforderungen der Bad Brückenauer Stadtverwaltung nicht
mehr den veränderten technischen Standards entsprachen. Etwa zur
gleichen Zeit leiteten die Stadtwerke Maßnahmen zu einer
kompletten Vermessung der Innenstadt ein, um ebenfalls auf ein GIS
umzustellen. Gerade im Hinblick auf einen späteren Datenaustausch
bot sich nun die technische Umrüstung für die Verwaltung
zusätzlich an. Die Neuanschaffung einer GIS-Software würde
finanziell nicht über den Kosten liegen, die die frühere
Beschaffung neuer Karten verursacht hätte, mutmaßte
Scheller, der durch seine frühere Tätigkeit in der
Kämmerei über den Einblick in die Finanzlage der Stadt
verfügte. Und sollte Recht behalten. |
Das GIS auf der Zielgeraden
Nachdem die Stadtverwaltung vier Jahre lang pro und contra abgewogen
hatte, entschloss sie sich 2003 endgültig für die
Einführung eines kommunalen Informationssystems. „Aus der
Flut von Angeboten“ habe man vier bis fünf Anbieter in die
engere Wahl genommen, von denen wiederum nur zwei so überzeugten,
dass sie probeweise installiert wurden.
Zu den Anforderungen an den Leistungsumfang zählte Scheller:
- komplette Darstellung von ALB und ALK Daten
- hohe Benutzerfreundlichkeit
- Kompatibilität mit der GIS-Software der Stadtwerke
- ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis
Gerade dem „Gelegenheitsanwender“ und weniger technisch
interessierten Mitarbeiter solle die Benutzung des Auskunftssystems
leicht fallen, so Scheller. Von der Umsetzung in die Praxis konnte sich
Bad Brückenau neben der Testinstallation auch auf der
Infoveranstaltung einer benachbarten Kommune, sowie durch die
Stadtwerke überzeugen. So stimmte Ende 2004 letztlich nicht nur
die Kämmerei, sondern auch der Stadtrat für die
Einführung der kommunalen GIS-Lösung Kominfo.
Die einfache Handhabung bestätigte sich gleich zu Beginn: Von der
Installation über eine kurze Einführung vor Ort bis hin zur
tatsächlichen Nutzung verginge „gerade mal ein Tag“,
versichert Scheller. Falls im Laufe der weiteren Anwendung Probleme
auftreten sollten, versucht die Service-Hotline diese bequem per
Telefon oder sogar über den externen Zugriff auf den eigenen PC
über PC-Visit zu lösen. Darüber hinaus bieten die
Herstellerfirmen von Kominfo, bec und geoinform Anwendertreffen an, bei
denen man sich anderen Teilnehmern austauschen und weitere
Programm-„Spielereien“ ,wie Scheller es ausdrückt,
entdecken könne. Schulungen, die von fachkundigen Dozenten
angeleitet werden, ergänzen das Service-Angebot.
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Willi Scheller
*06.08.1958 Fuchsstadt b. Hammelburg
1991-1993
Ausbildung zum Beamten in der Stadtverwaltung Bad Brückenau
1993-1994
Hauptverwaltung
1994-2000
Verwaltungsbeamter in der Kämmerei
Seit 2000
Büro für Bauleistung
Seit 2004
Systemadministrator für Kominfo |
Vielfältiger Nutzen
Derzeit
stehen in Bad Brückenau den Mitarbeitern der Kämmerei sowie
der Bauverwaltung die Module Kominfo.office und Kominfo.net zur
Verfügung. Erstes wird für den Austausch und Dokumentation
von ALB-Daten, wie Miete, Pacht, Steuer und Grundstücksverkauf
verwendet. Darauf aufbauend erfolgt z.B. die Abwicklung von Miete,
Pacht, Steuer und Grundstücksverkauf. Kominfo.net wird nur einmal
für den Datentransfer der jeweiligen Fachsparten, wie Kanal
oder Strom benötigt, da die Hauptverantwortung der gesamten
Netzdokumentation bei den Stadtwerken liegt. Herr Scheller weist allerdings darauf hin, dass Bad Brückenau die
Digitalisierung sämtlicher für die Stadtverwaltung relevanter
Daten noch nicht abgeschlossen hat. Somit sei das komplette
Leistungsspektrum vom Kominfo noch lange nicht ausgeschöpft. Einen möglichst hohen aktuellen Stand der Datenbanken garantieren
Bad Brückenau das jährliche Update, welches bec und geoinform
seinen Nutzern anbietet, sowie der halbjährliche Austausch von
Differenzdaten mit dem Vermessungsamt. So vielfältig und aktuell die Auskunft eines GIS auch sein mag
– eines kann und will es doch nicht ersetzen: den direkten
Kontakt mit der Natur. Den Geruch, die Sonne. Und das über
sämtliche Flurstücksgrenzen hinaus.
| Das Interview können Sie auch als PDF downloaden:
| | Projektbeispiel Bad Brückenau.pdf |
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